Tango-Ratgeber

 

Auf dieser Seite findest Du wichtigsten Informationen rund um den argentinischen Tango. Der Tango-Mio Ratgeber möchte Dir eine erste Orientierung in der ganz besonderen Welt des Tango-Argentino bieten!

 

Brauche ich Vorkenntnisse und besondere Talente zum Tango tanzen?

Nein, den geborenen Tango Tänzer gibt es nicht! Jeder kann den Tanz erlernen, wenn er nur möchte!

 

Brauche ich einen festen Tanzpartner?

Prinzipiell kann jede(r) unsere Gruppenkurse oder Privatstunden auch ohne Partner buchen, da ohnehin individuelle Dir an Deinem eigenen Tango arbeiten. Eine konstruktive Übungspartnerschaft findest Du über unsere Tanzpartnerbörse, trotzdem gilt: lieber keinen Partner als den Falschen!

 

Was ist das Ziel des Unterrichts?

Die Milonga! Tango ist ein volkstümlicher Tanz, der als “social dance“ bei freien Tanzveranstaltungen getanzt wird. Hier geht es nicht um Abzeichen oder Wettbewerb, sondern um Freude! Wir erwarten Dich auf der Milonga Ferdinande, im Cafe de los Anhaltinos und der SommerLonga

 

Was ist eine Milonga?

Die Milonga ist der freie Tanzabend und das Herzstück der Tangokultur! Hier finden sich Tanzpaare per Blickkontakt (Cabeceo & Mirada) während der Pausenmusik (Cortina) zusammen, um 3-4 Tangos (Tanda) miteinander zu tanzen.

 

Ich habe erst x Stunden gemacht und fühle mich noch unsicher. Kann ich zur Milonga kommen?

Ja, da das Ziel des Tangos darin besteht, auf einer Milonga zu tanzen, daher empfiehlt es sich, so früh wie möglich, die freien Tanzabende zu besuchen, zuzuschauen, Leute und das Format kennen zu lernen und selbst die erste Schritte zu machen. Nur Mut, jeder hat einmal angefangen!

 

Warum wird auf der Milonga kaum “moderne“ Musik gespielt?

Tango ist eine universale Tanztechnik und vielleicht sind Dir eher konzertante Tangos von Astor Piazzolla oder elektronische Tangos von Gotan Project bekannt, dennoch fühlen sich viele Tangueros erst mit der Musik aus den 30er und 40er Jahre der sog. Goldenen Ära wie Fische im Wasser.

 

Wie unterscheiden sich die Formate "Festival", "Marathon", "Encuentro" und "Tango-Camp"?

Neben den bereits aus Argentinien bekannten "Milongas" haben sich vor allem in Europa in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine Fülle von Formaten für Tangoveranstaltungen etabliert, die einen leicht verwirren können. Die Formate "Festival", "Marathon", "Encuentro" und "Tango-Camp" haben gemeinsam, dass sie in der Regel mehrere Tage - typischerweise ein Wochenende oder länger - dauern. Im Unterschied zu einer normalen Milonga ist oft eine Voranmeldung notwendig, die von den Veranstaltern zum Teil sehr aufwendig betrieben wird, um für die jeweilige Zielgruppe ein mehr oder weniger homogenes Teilnehmerfeld zu garantieren. Dabei wird - je nach Veranstaltung - nach bestimmten Kriterien wie Musikgeschmack, Tanzerfahrung, Tanzstil und Länge der Anreise abgewogen. Indirekt spielen Faktoren wie Alter und Einkommen eine Rolle, wenn bei der Übernachtung, z.B. zwischen 5-Sterne Hotel und Zeltplatz, bei der Verpflegung zwischen All-Inclusive und Selbstversorgung eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten eröffnet wird. 

Festivals zeichnen sich in der Regel durch ein sehr breite gemischtes Teilnehmerfeld aus - darunter auch viele Anfänger oder sogar Nicht-Tänzer-, für das neben Milongas mit DJs auch Live-Musik, Showtänze und Workshops von professionellen Tanzpaaren, aber auch Teilnehmern und Musikern angeboten wird. Festivals werden manchmal von erfahrenen Tänzern gemieden, weil Sie unzureichende Tanzdiziplin (Ronda) befürchten und auf 

Die Formate sind letztlich so vielfältig, weil Teilnehmer und Veranstalter unterschiedliche Auffassungen darüber haben, wie genau das ideale Tango-Erlebnis für sie sein sollte. Dies bietet einerseits die Möglichkeit, individuell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Tanguer@-Persönlichkeiten einzugehen, erhöht aber gleichzeitig auch das Frustrationspotenzial für Diejenigen, die in der "falschen" Veranstaltung gelandet sind. Veranstalter sollen versuchen, ihre Formate deutlich zu kommunizieren, um bei Ihren Teilnehmern keine falschen Erwartungen zu wecken. Die Teilnehmer stehen hingegen vor der Aufgabe, sich eingehend über die jeweiligen Besonderheiten der Veranstaltung zu informieren und/oder besonders tolerant bzw. frei von bestimmten Erwartungen zu gegenüber den Formaten zu sein, um ein gutes Event zu haben.